Hamburger Gastrowoche

04.12 bis 08.12.2017

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Geschichte der HAG - Seite 5

Seit 1974 fanden die Veranstaltungen  23 Jahre lang im Pharmakontor Hoechst in der City Nord statt, wo auch dankenswerterweise immer für den anschließenden Imbiss gesorgt war. Als das Pharmakontor 1997 geschlossen wurde, konnten durch Vermittlung  von Dietmar Wurbs für ein Jahr die Seminarabende im AK Barmbek, Hamburg , durchgeführt werden. 

Pharmakontor Hoechst, jetzt Haus der Wirtschaft, City Nord
AK Barmbek, Hamburg

Die Gründung des Industriebeirats (IHAG) am 17.06.1998 mit eigener Satzung  ermöglichte der HAG im Hotel Hafen Hamburg eine neue repräsentative „Veranstaltungslocation“, wo die Vorträge abwechselnd in der „Ellipse“ oder in der „Elbkuppel“ stattfinden. Der fantastische Blick auf die Stadt und den Hafen ist für die Referenten stets eine Herausforderung.

Hotel Hafen Hamburg

Die Veranstaltungsorte der Festabende habe ich in der Programmfolge aufgeführt, zunächst fanden sie im Interconti- ,Atlantic- und   Plaza-Hotel statt. 1980-82  im Pharmakontor Hoechst, von 1982 bis 1996 im CCH, außer 1984 nochmals im Atlantic Hotel und 1985 im Plaza-Hotel. Seit 1997 sind die Festabende in den Mozart-Sälen des Logenhauses.

Logenhaus, Moorweidenstrasse

Die Entwicklung der Endoskopie machte rasante Fortschritte, nicht zuletzt dadurch, dass weitere Firmen wie beispielsweise Pentax erfolgreich in die Gerätekontruktion einstiegen. Der anfänglichen Gastrocamera folgten Geräte zur Biopsie, Polypektomie, Coloskopie und ERCP. Die Filminterpretation trat, abgesehen von einzelnen hartnäckigen Verfechtern wie  etwa Heinkel in Stuttgart, Bad Cannstatt, in den Hintergrund und zwar zu Gunsten der histologischen Sicherung, die insbesondere durch die Erlanger Schule propagiert wurde. Der intragastralen Fotografie folgte die Fotodokumentation mit aufgesetzter externer Camera. Als ich Mitte der 70ger Jahre die Möglichkeit erhielt, mit aufgesetzter Videocamera an einem Stangengerüst zu arbeiten, glaubte ich, das Optimum gastroenterologischer  Dokumentation erreicht zu haben.

Videoendoskopie 1975 (Pröpper, AK Altona, Hamburg)

Zumindest konnte jetzt auf das sog. „teaching attachment“ auch „Spion“ genannt, verzichtet werden, um die Mitarbeiter und Kursteilnehmer an der Sicht des Untersuchers teilhaben zu lassen.

Teaching attachment, genannt „Spion“

Doch es folgte die Entwicklung der eigentlichen Videoendoskope, mit dem Videochip in der Gerätespitze, besonders vorangetrieben durch Prof. Meinhard Classen,  jetzt  Ordinarius in München.

Aus den endoskopischen Befundinterpretationen und –diskussionen wurden zunehmend wissenschaftliche Veranstaltungen, die den gesamten Bereich der Gastroenterologie umfassten. Herr Lindner leitete die Veranstaltungen hanseatisch korrekt und streng mit Anwesenheitsliste, kein unentschuldigtes Fehlen. Als Prof. Meinhard Classen, damals neuer Chefarzt am AK Barmbek, zum erstenmal teilnahm und ihm die Liste samt  Kugelschreiber weitergereicht wurde, fragte er beeindruckt:
“O, muss man hier auch mit einem bestimmten Schreibstift unterzeichnen?“

Prof. Meinhard Classen., Vorsitzender von 1975 - 1979

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