Hamburger Gastrowoche

04.12 bis 08.12.2017

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Geschichte der HAG - Seite 6

Zur Gewinnung von Sponsoren war nun eine klarere Strukturierung der Arbeitsgemeinschaft  und auch eine Satzung unumgänglich geworden. Der Sprecher, Herr Lindner, nun Vorsitzender genannt, rief einen Beirat zusammen, der am 15. Mai 1975 als stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Prof. Classen wählte und Herrn Dr. Ernst Seeberger, Chefarzt am AK Wandsbek,  durch langjährige KV-Tätigkeit satzungserfahren, beauftragte, die bereits 1972 von Herrn Lindner erfolglos vorgelegte Satzung zu überarbeiten. Diese wurde dann am 1. September 1975 verabschiedet. Sie legte u.a. fest, dass dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter ein 12 köpfiger Beirat bei der Programmplanung zur Seite stehen soll, und dass Seminare, Gastroclubabende, praktische Kurse und ein Festabend stattzufinden hätten.

Anfangs wurde noch sorgfältig zwischen den einzelnen Veranstaltungsformen unterschieden. Gastro-Club-Abende, moderiert vom stellvertretenden Vorsitzenden, wurden durch lokale Referenten gestaltet. Bald jedoch wurden auch  hierzu auswärtige Experten eingeladen.

Satzung von 1975
Erster Beirat 1975

Referenten aus dem In- und Ausland kamen gern, die Rednerliste liest sich wie das “ Who is who“ der europäischen Gastroenterologie.  Aber nicht nur unter den Festvorträgen, auch unter den regulären Gastroclub- und Seminar- Veranstaltungen, waren Glanzlichter gastroenterologischer Weiterbildung. Die Zuhörer dankten dies durch die immer erstaunlich hohen Teilnehmerzahlen. Anfänglich waren die Festvortrage im Interconiti-  oder Atlantic - Hotel mit einem gemeinsamen Essen, nicht Imbiss, im Anschluss. Ich erwähnte bereits Lindners Vorstellungen vom englischen Clubleben. Dabei wurde einmal die Beitragsfreiheit der Vorträge von zahlreichen Teilnehmern in der Weise missverstanden, dass sie auch das anschließende „Dinner“ verließen, ohne zu zahlen. So musste der arme Herr Lindner tief in die Tasche greifen. Später hat er sich dann vorher abgesichert.

Ein Ausschuß  aus den Reihen des Beirats, bestehend aus Herren E. Seeberger,  Herrn K. Riecken und mir, erarbeitete 1980 einen Vorschlag für den Weiterbildungskatalog zum Teilgebiet Gastroenterologie, der in großen Teilen bis heute Anwendung findet. 

Die praktischen Kurse waren anfänglich so erfolgreich, dass bereits im 2. Jahr, nämlich 1973, zwei Kurse stattfinden mussten.

Seit 1979 wurden die Kurse in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Sonographie Hamburger Internisten (ASHI)  durchgeführt.

Teilnehmer kamen auch aus den europäischen Nachbarländern. Nach den morgendlichen praktischen Übungen in den verschiedenen Hamburger Krankenhäusern fanden nachmittags vertiefende Vorlesungen statt, bis 1977 im Chemischen Staatsinstitut, seitdem ebenfalls im Hause Hoechst.

Der 20. und letzte Kurs, 1991,  wurde abgelöst durch die Veranstaltungen des Endoclub  Nord, einer elitären Dreimännerveranstaltung im besten Sinne, mit Übertragung der in ihren Kliniken arbeitenden Experten auf eine Großleinwand im CCH. Die überwältigende internationale Akzeptanz beruht auf dem  hohen wissenschaftlichen Renommee der Veranstalter: Prof. Fritz Hagenmüller, Prof. Nib Soehendra und Prof. Dietmar Wurbs.

Seit 1997 findet außerdem, initiiert durch Prof. Layer,  jährlich  der Hamburger Gasstroenterologie-Kurs  statt,  an  dem  regelmäßig  zahlreiche HAG-„Mitglieder“ als Referenten mitwirken.

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